Innovation und Apple iPhone, das war lange ein Zusammenhang, den ich ohne mit der Wimper zu zucken unterschreiben konnte. Ich bin seit 2008 stolzer Besitzer eines iPhones, habe aktuell mein drittes, ein iPhone 5. Ein kurzer Blick zurück in meine mobile Geschichte: 1997 mein Einstieg – ein Nokia 5110 in Gelb. 1999 folgte Handy Nummer zwei – ein Nokia 3110. Auch Handy Nummer drei war ein Nokia, eines der damals kleinsten Handys, das Nokia 6510, ich denke, so ab  2001 in Gebrauch. Nach drei Nokia Handys dann der Umstieg auf Samsung, zunächst das Samsung A 800, und meine Nicht-Smartphone-Ära endete mit dem Samsung SGH E 800. Ab 2008, die iPhone Zeit mit dem iPhone 3G, 4 und letztendlich 5.

Mein nächstes Handy wird ein Nokia Lumia. Was technische Geräte angeht, bin ich ein Gefühlsmensch. Alle zwei Jahre ein neues Handy – in ungefähr diesem Zyklus wächst auch jeweils das Verlangen heran, etwas neues auszuprobieren. Mit dem iPhone steigerte sich dieses technische Vergnügen um ein Vielfaches. Internet in einem Handy, irre. Ich konnte es auch kaum erwarten, zwei Jahre später das iPhone 4 in der Hand zu halten. Und für das iPhone 5 hatte ich diese schwarze Karte der Telekom, die dazu führte, dass ich vor allen ausgewiesenen Apple-Fanboys unter meinen Kollegen das iPhone 5 in der Hand halten konnte. Obwohl damals auch eher ein fader Beigeschmack herrschte. Größeres Display, na gut. Siri – ja, wer’s mag. Retina, ganz nett. LTE – toll, saugt aber den Akku in Nullkommanichts leer. Insgesamt hatte ich nach kürzerer Zeit nicht mehr das Gefühl, etwas wirklich Neues und Innovatives in der Hand zu halten. Die neuen iPhones lassen mich kalt. 5S. 5C. Pff! Innovation sieht für mich anders aus, der Umstieg auf iOS7 war kein Schritt voraus, sondern ein Schritt, um die Konkurrenz einzuholen.

Für mich wird hier nur nachgezeichnet, was von Microsoft schon längst als Trend gesetzt wurde. Design mit Schrift, flach, reduziert. Mir gefällt’s. Und langsam, aber sicher reifte der Entschluss, dass mein nächstes Handy nicht etwa das iPhone 6 ist, sondern ein Windows Phone. Und da mein erstes Handy das Nokia 5110 in Gelb war, spricht mich schon aus nostalgischen Gründen die Nokia Lumia Reihe an. Hier finde ich aktuell genau das, was mein technik-affines Herz anspricht. Ein neues Bedienkonzept. Eine hochwertige Haptik – auch wenn ich hier bei manchen Kollegen auf Unverständnis stoße. Eine gute Kamera – für mich seit Geburt meiner Tochter zunehmend wichtig. Und vor allem, seit in meine iPhone-Linse ein Staubkorn gekommen ist und ich zwei Wochen nach Ablauf der Garantie bei Apple zu hören bekam, dass das ein bekanntes Problem sei, man aber nichts machen könnte. Alles in allem – ein Bauchgefühl, aber eines, das mich mehr und mehr von Apple und den iPhones entfernt.

Sobald ich das neue Smartphone und damit auch die neue Kamera in den Händen halte werde ich mich an meinen 365 Bildern versuchen. Ein paar Fingerspiele sind wahrscheinlich vorher schon zu sehen, richtig los geht’s dann aber mit dem neuen Nokia.

Welches Modell es sein wird, ist noch nicht klar. Ab April werde ich – zum Moment einer möglichen Vertragsverlängerung oder -kündigung (doch das ist ein ganz anderes Thema) umsteigen, aktuell sind das Lumia 925 und Lumia 1020 die Favoriten. Auf den Mobile World Congress habe ich hingefiebert, das Ergebnis war für mich eher enttäuschend. Kein neues Nokia Lumia, lediglich ein Nokia X, auch wenn das wieder verschwinden soll. Da heißt es wohl, bis Anfang April auf die Build zu warten. Die Ungeduld – aber auch die Vorfreude steigt.

Warum ich vom iPhone zu Nokia Lumia wechsle
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