Noch vor kurzem drehte sich die Diskussion im Web-Video Bereich nur um die Frage wann und ob Netflix in Deutschland startet.  Und dann kam Amazon. Ab heute ist Amazon Prime, das bisher in Deutschland nur Gratis-Express-Versand und die Kindle-Leihbibliothek beinhaltete, um die Streaming-Inhalte von Lovefilm unter dem Namen Prime Instant Video ergänzt. Und das zum Kampfpreis von 49 Euro im Jahr mit Zugriff auf 12.000 „Titel“ – da setzt Amazon gleich eine erste Duftmarke.

Um kurz aufzudröseln, was es online gibt – weil unterschiedliche Zahlen kursieren:

  • Prime Instant Video mit 12.000 Titeln entweder als Jahrespaket für 49 € inklusive der Prime Features oder als reines On-Demand Angebot zum Monatspreis von 7,99 €.
  • Instant Video Shop mit 25.000 Titeln, diese können geliehen oder gekauft werden.

Für die Video on Demand Kundschaft ist der fixe Jahrespreis eine gute Nachricht, denn damit ist für die Konkurrenz wie Watchever, Maxdome, Skysnap und Netflix eine deutliche Linie gezogen. In den nächsten Jahren werden wir einen deutlichen Verdrängungswettbewerb sehen, der sich letztendlich über die angebotenen Inhalte entscheiden wird. Was schon heute zu sehen ist – in der Spitze sind die Angebote zum Beispiel zu Watchever teils deckungsgleich. Vom Wettbewerb profitieren also auch Dritte – zum Beispiel die Produzenten von Breaking Bad, die Lizenzen an Watchever, Amazon Prime und Maxdome vergeben. Oder die BBC, deren Mini-Serie Sherlock ebenfalls bei Watchever, Maxdome und Amazon Prime verfügbar ist.

Gleichzeitig zeigt dies auch auf, dass der bereits beschrittene Weg des Original Programming, d.h. eigenen Content zu produzieren, richtig ist. Man macht sich unabhängig von Drittzulieferern. Trotzdem wird man auf absehbare Zeit, um eine relevante Content-Masse zu schaffen, die bei potentiellen Kunden das Interesse weckt, noch auf diese angewiesen sein. Geht das Konzept des Original Programming auf, wird drolligerweise Video on Demand genau das, was es eigentlich nicht sein wollte. Zu einem Ersatz der altehrwürdigen Fernsehsender, die ebenfalls eigene Inhalte produzieren oder in Lizenz erwerben und diese abgekapselt von anderen Sendern im eigenen Programm anbieten.

Prime Instant Video ist aktuell auf Smartphones, Tablets, Smart TVs und im Netz direkt verfügbar. Ich bin bereits Amazon Prime Kunde und hatte heute schon die Gelegenheit, einen ersten Blick auf das Interface zu werfen. Für die iOS-App habe ich dabei einen kleinen Umweg genommen und die LOVEFILM-App geladen, bei Aufruf kommt aber sofort die Nachricht, dass LOVEFILM jetzt unter Prime Instant Video firmiert. Airplay auf Apple TV funktioniert – der einzige Haken scheint mir für iOS Nutzer die Verfügbarkeit von HD zu sein. Amazon schreibt dazu: „Die Wiedergabe von HD-Inhalten ist nicht auf allen Geräten verfügbar. Dazu zählen neben dem iPad und iPhone auch Kindle-Geräte, die im Jahr 2011 erschienen sind. Weitere Informationen zur HD-Kompatibilität entnehmen Sie bitte der Bedienungsanleitung Ihres Gerätes.“

Doch nun ein kurzer Blick unter die Motorhaube – zunächst Prime Instant Video in der Desktopansicht:

Desktopansicht Prime Instant Video
Desktopansicht Prime Instant Video

Und Amazon Prime in der Ansicht für iPads:

Amazon Prime auf dem iPad
Amazon Prime auf dem iPad

Der erste Eindruck der Erweiterung von Amazon Prime ist gut, entscheidend werden aber die verfügbaren Inhalte sein. Ich werde in den nächsten Tagen etwas tiefer stöbern, und meine Erkenntnisse dann mit euch teilen. Prime Instant Video könnt ihr zum Start in Deutschland auch selbst 30 Tage testen – einfach diesem Link hier folgen. Ich bin gespannt auf euer Feedback. Wenn’s nicht gefällt – nicht vergessen, vor Ablauf des Testzeitraums zu kündigen!

Noch ein Hinweis in eigener Sache: dieser Blogbeitrag ist – wie im Titel deutlich gekennzeichnet – ein sponsored Post. Unabhängig davon hätte ich aber auf jeden Fall über das Thema berichtet.

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