Als Begleitung durchs Jahr hat eine Kollegin von Google den „Google-Partner-Grand-Slam-Kalender“ zugeschickt bekommen. Die enthaltenen Gutscheine für AdWords Neukunden lasse ich jetzt mal außen vor. Jeder Monat hat ein Schwerpunktthema – und für die meisten Monate gibt es hinter einem QR Code ergänzende Informationen. Zur Erinnerung – Google ist dieses Unternehmen mit Suchmaschine, das schon 2010 die Devise Mobile first ausgegeben hat.

Die Kalenderblätter ganz konkret, neben den sehr umfangreichen Informationen und einem kleinen Kalender gibt es auf 10 von 12 Monatsblättern auch eingebundene QR Codes. Im Beispiel als Bild unten die Monate Januar und Mai.

  • Januar: Der erste Code führt auf www.thinkwithgoogle.com/mobileplanet/de. Abgesehen davon, dass es auf dem Smartphone (ich bin mit dem iPhone 5 unterwegs) nicht all zu viel Spaß macht, sich ein Diagramm zusammenzustellen, es funktioniert und ist mobil optimiert. Vorbildlich und nicht anders zu erwarten.
  • März: Über die Eselsbrücke März-ist-nach-Mars-benannt landet man nach dem Scannen des QR Codes auf Google Maps für den Mars. Der Desktop Seite – mobil eher mit wenig Erkenntnisgewinn zu bedienen. Und man denkt. WTF? Google – hallo?
  • April: Im März alles prima – Real Time Insights. Sieht gut aus, funktioniert, wunderbar.
  • Mai: Weitere Informationen zur YouTube Werbung finde ich – nicht mobil optimiert. Und nach dem ersten Klick wird es noch schlimmer. Uff!
  • Juli: In der Creative Sandbox werden gelungene Kreativ-Kampagnen vorgestellt. Die Umsetzung hinter dem QR Code ist gelungen.
  • August: Hier steht: „Scannen Sie einfach den QR Code und beginnen Sie gleich mit Ihrer Zertifizierung, die Sie auch auf dem Smartphone und Tablet absolvieren können.“ Also mit meinem Smartphone (iPhone) geht das nicht.
  • September: Früh an Weihnachten denken. Hier gäbe es auf den ersten Blick, in der Galerie finden sich deswegen auch zwei Bilder, nichts auszusetzen. Aber: die eingebundene Folie skaliert auf dem Smartphone nicht sauber. Zu sehen im zweiten September-Screenshot. Und kleines Detail am Rande, betitelt ist das ganze mit „Weihnachten 2012. Es geht jetzt schon los…“.
  • Oktober: Gruselthema Halloween. Nichts für mich, thematisch passt das vielleicht, aber die hinterlegte Searchpage www.gothengine.com ist nicht mobil optimiert und damit aus dem Rennen.
  • November: Mit Google Grippewellen erkennen, das ist innovativ und hilft dem ein oder anderen hoffentlich vor Ansteckung. Die hinterlegte Seite hilft auf dem Smartphone leider nichts.
  • Dezember: Versöhnlich dann der Jahresabschluss. Im Dezember gibt es mit dem Blick auf dynamisches Remarketing dann auch wieder eine korrekt mobil funktionierende Seite.

Mein Fazit, bevor es Kätzchen an den Kragen geht: Der Fall Google zeigt, dass es auch für Firmen, die sich Mobile First auf die Fahne geschrieben haben nicht leicht ist, immer korrekt auf mobil optimierte Seiten zu verlinken. Auch wenn es für jeden einzelnen Monat Ausreden geben mag, besser wäre es an dieser Stelle, die QR Codes wegzulassen. Für die Nutzer ergibt sich kein Mehrwert, außer, dass sie sich die URL möglicherweise per Mail schicken könnten. Das ist jedoch nicht Sinn und Zweck beim Einsatz eines QR Codes. 10 integrierte Codes, von denen nur die Hälfte tatsächlich auf eine richtige mobile Website führen, das ist zu viel.

Wer es nicht glaubt – hier gibt es alle Screens noch einmal:

 

Fazit und Kitten Counter

Heute

Überlebte Kätzchen: 5
Gestorbene Kätzchen: 5

Insgesamt:

Überlebte Kätzchen: 7
Gestorbene Kätzchen: 9

Noch mehr zum Thema QR Codes gibt es hier: die Deutsche Bahn und QR Codes, QR Codes auf Wurst und Ei und hier QR Code Süß und Sauber

QR Code: Google und Mobile First
Markiert in:                

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.