Einschalten statt Abschalten(was ein Protagonist meiner Jungendfernseherfahrungen forderte). Also: Blog einschalten und los geht’s mit dem ersten Beitrag. Worum geht es? Wohin wird sich das Blog entwickeln? Das bleibt abzuwarten – meine Vorstellung der Schwerpunktthemen und einer ersten Standortbestimmung für zukünftige Posts ist folgende:

Wie sieht das Fernsehen der Zukunft aus?

Ist Fernsehen tot oder ändert sich nur das Rezeptionsverhalten der Zuschauer? Die Digitalisierung erfasst mit zunehmender Geschwindigkeit unsere komplette Lebenswelt und macht auch vor den klassischen Medien nicht halt. Egal, ob wir von IPTV, Internet-Fernsehen, Smart TV oder Second Screen sprechen – die Fernsehlandeschaft steht vor gravierenden Umwälzungen. Dabei lassen sich diese aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten.

  • Als Gewinn für den Zuschauer, der aus einer zunehmenden Bandbreite an Angeboten wählt, und nicht mehr an die ursprüngliche Programmierung der Programmplanungs-Abteilungen der Fernsehsender gebunden ist. Aus linearem Fernsehkonsum wird zunehmend non-linearer Fernsehkonsum, häufig begleitet durch die Rezeption weiterer Online-Medien – Stichwort „Second Screen“. Gleichzeitig geht Orientierung verloren. Ich als Konsument muss in der Lage sein, mein Programm bewusst zu wählen – und mir das im Zweifelsfall auch leisten zu können, wenn es nicht kostenfrei erhältlich ist.
  • Als Chance für neue Player auf dem Markt und die digitiale Wirtschaft. Der große Werbekuchen TV weckt seit Jahren Begehrlichkeiten, und rein digitale Vermarkter läuten regelmäßig das Ende des klassischen Fernsehens ein. Dabei verlagern sich Werbebudgets leichter von TV- hin zu Bewegtbildwerbung im Internet als zu „klassischen“ Online-Werbeformen.
    Neue Player wie Watchever, Magine, Hulu, Netflix, Apple mit iTunes oder YouTube machen Inhalte über das Netz auf unterschiedlichen Endgeräten verfügbar. Finanziert über Abo-Modelle, Werbung oder Einzelkauf. Dabei sind in Deutschland mit einem traditionell sehr umfangreichen Free-TV-Angebot die Rahmenbedingungen für Abo-Modelle denkbar schlecht. Die Zahl der Sky-Abonnenten steigt, doch ist im Vergleich zu den großen Netzwerken in den USA spielt Sky in Deutschland nur eine Nebenrolle. Die Kostenlos-Mentalität ist eine Herausforderung, doch vor allem iTunes hat den Weg für eine höhere Akzeptanz geebnet. Der Knackpunkt für die neuen Player wird auch in Zukunft der Content bleiben. Attraktiver Content ist die Voraussetzung für die Bereitschaft der Konsumenten, Zeit und Geld für das jeweilige Programm zu investieren.
  • Als Herausforderung für die bisherigen Player – d.h. Fernsehunternehmen und Fernsehproduzenten. Der entscheidende Vorteil liegt noch immer auf Seiten der Sender – die Kontrolle über die Inhalte. Um eine erfolgreiche Transition in das digitale Fernsehzeitalter zu schaffen, benötigt es aber überzeugender Konzepte, die gleichzeitig auch Prüfungen der Behörden stand halten(so realitätsfern man auch deren Urteile beispielsweise über eine gemeinsame Online-Plattform der RTL-Sender und ProSiebenSat.1 halten mag). Dazu gehört jedoch nicht nur eine Erreichbarkeit, sondern auch eine kritische Prüfung der aktuellen Distributionspraxis attraktiver Inhalte. Eine Zeitverzögerung um mehrere Monate bei Ausstrahlung von fiktionalen Formaten (z.B. Game of Thrones) treibt Nutzer zu Alternativen.

Mobile

Über die Bedeutung von Smartphones zu reden ist müßig. Trotz der Allgegenwart mobiler internetfähiger Geräte existieren zu wenige mobil optimierte Seiten. Und das, obwohl Nutzer häufig unterwegs angesprochen werden, nicht zuletzt durch QR-Codes (altbekanntes Video, das aber immer noch gültig ist – außer dem Part mit U-Bahn und Internet – bei uns in München zumindest ist das kein Problem :-)).

Ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen als Scott Stratten und neben QR-Codes auch URLs mit einbeziehen. Kurz gesagt: wer eine URL auf ein Plakat druckt, muss mobile Nutzer berücksichtigen. Kein „es geht doch eigentlich“ – sondern eine explizite mobile Lösung für den Internetauftritt. Ist nicht schwer. Ich werde hier gelungene und nicht so gelungene Beispiele präsentieren, die mir im Alltag begegnen.

Elternzeit – oder: Sieben Vätermonate

Ja, Elternzeit. Ein komplett analoges Thema – aber etwas, das mich aktuell beschäftigt. Ich darf noch bis Mitte Dezember die gemeinsame Zeit mit meiner Tochter genießen. Dabei gehören meine Frau und ich zu dem verschwindend geringen Prozentsatz der Menschen, die sich die Elternzeit halb/halb aufgeteilt haben. Das führt zu Fragen, Verwunderung und einem ganz anderen Blick auf das Leben mit Kind. Zur Elternzeit werde ich mir noch eine separate Einführung gönnen.

Verkostet

Da ich gerne gut esse und trinke – wird sich mit Sicherheit das ein oder andere mal eine kleine Verkostungsnotiz hier ins Blog verirren, sei es nun Bier, Wein, Whiskey oder Käse…

 

Los geht’s…

Einschalten… Zukunft fernsehen
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